Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Verhaltensmedizin mit Schwerpunkt Adipositas und Essstörungen (IFB) 
Leitung: Anja Hilbert

Psychosoziale Aspekte sind relevant für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Adipositas und Essstörungen und damit einhergehender Gesundheitsstörungen. Sie stellen wesentliche Ansatzpunkte für Behandlung und Prävention dar.

Der Forschungsbereich Verhaltensmedizin widmet sich der Erforschung psychosozialer Faktoren von Adipositas und Essstörungen wie Essanfälle, Psychopathologie und gewichtsbezogenes Stigma bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen. Verhaltensmedizin beinhaltet dabei, verhaltensorientierte Methoden auf medizinische Problemstellungen anzuwenden.

So werden basierend auf grundlagenorientierter Forschung neue Interventionen, beispielsweise der Kognitiven Verhaltenstherapie, zur Behandlung und Prävention von Adipositas und Essstörungen bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen entwickelt und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit evaluiert. Als wirksam belegte Behandlungsmethoden werden unmittelbar in die Behandlung innerhalb der Ambulanz für Verhaltensmedizin des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums AdipositasErkrankungen übertragen.

Übergeordnetes Ziel ist es, durch die Erforschung psychosozialer Grundlagen und Interventionen zu einer langfristig verbesserten psychischen und körperlichen Gesundheit einschließlich eines erfolgreichen Gewichtsmanagements beizutragen. Darüber hinaus werden die verhaltensmedizinischen Forschungsergebnisse in der Lehre an Studierende der Medizin weitergegeben, zum Beispiel im Rahmen eines Anti-Stigma-Curriculums.

  
Aktuelle Forschungsthemen:
  • Entwicklung unkontrollierten Essverhaltens bei Kindern: Impulsivität und familiäre Einflussfaktoren
  • Psychotherapie der Binge-Eating-Störung (oder Essanfallsstörung) bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen: Kognitive Verhaltenstherapie, internetbasierte Selbsthilfe und deren Wirkmechanismen
  • Entwicklung neurokognitiver Therapien bei Adipositas: Kognitive Remediationstherapie, Neurofeedback
  • Interpersonelle Faktoren und soziale Netzwerktherapie für die Gewichtserhaltung nach Gewichtsreduktion
  • Psychosoziale Prädiktoren des langfristigen Verlaufs nach bariatrischer Therapie
  • Stigma und Selbststigma und deren gesundheitliche Implikationen bei Adipositas und Essstörungen 

Forschungsprojekte 

 
Letzte Änderung: 10.12.2015, 15:18 Uhr | Redakteur: Barbara Brendel
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