Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Psychotraumatologie und Migrationsforschung  
Leitung: Heide Glaesmer

Traumatische Erfahrungen haben oft vielfältige, langfristige und schwerwiegende Konsequenzen für die psychische und körperliche Gesundheit. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit diesen gesundheitlichen Folgen in bevölkerungsepidemiologischen Untersuchungen, mit den Langzeitfolgen traumatischer Erfahrungen in der Weltkrieg-II-Generation und bei Besatzungskindern des Zweiten Weltkrieges. Darüber hinaus werden die gesundheitlichen Folgen von Missbrauchs- und Vernachlässigungserfahrungen in der Kindheit untersucht.

Ein zweiter Schwerpunkt liegt in der Erforschung des Wohlbefindens und der gesundheitlichen Situation von Menschen mit Migrationshintergrund. Neben dem Aspekt der kultursensiblen Diagnostik sowohl im Bereich der Forschung als auch Versorgung, untersucht die Arbeitsgruppe migrationsspezifische Einflussfaktoren – Integrationsgrad, Diskriminierungserfahrung, kulturelle/ethnische Identität – auf psychische und physische Gesundheit. Aktuell beschäftigt sich die Arbeitsgruppe zudem mit psychischen Belastungen von Geflüchteten und darauf aufbauend mit der Analyse subjektiver und objektiver Versorgungsbedarfe dieser Zielgruppe.

  
Aktuelle Forschungsthemen:
  • Langzeitfolgen des Zweiten Weltkrieges 
  • Besatzungskinder / Wehrmachtskinder / „Children Born of War“
  • Epidemiologie von traumatischen Erfahrungen und Traumafolgestörungen
  • Missbrauchs- und Vernachlässigungserfahrungen in Kindheit und Jugend
  • Psychische Belastungen bei Migranten und Flüchtlingen
  • Migrationssensible Gesundheitsversorgung
  • Entwicklung und Validierung diagnostischer Instrumenten für Migranten und Flüchtlinge/kultursensible Diagnostik

Forschungsprojekte 

 
Letzte Änderung: 15.12.2015, 14:53 Uhr | Redakteur: Barbara Brendel
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