Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Suizidalitätsforschung  
Leitung: Lena Spangenberg und Heide Glaesmer

Im Jahr 2015 starben in Deutschland 10.080 Menschen durch Suizid. Die Prävention von Suiziden ist seit Jahren ein wichtiges Ziel für die internationale und nationale Gesundheitspolitik. Die Arbeitsgruppe trägt mit ihren Projekten dazu bei, diagnostische Zugänge für die Beurteilung von Suizidalität zu validieren und die Vorhersage von Suizidalität zu verbessern.

Neben methodisch innovativen Ansätzen wie der Analyse von Riskofaktoren und Suizidgedanken in Echtzeit („ambulatory assessment“) und der indirekten Erfassung von Suizidalität mithilfe des Impliziten Assoziations-Tests (IAT) werden auch längsschnittliche Studien durchgeführt, die Risikofaktoren und suizidales Verhalten über längere Zeiträume in klinischen Stichproben untersuchen. Neuere Suizidtheorien wie die Interpersonale Theorie Suizidalen Verhaltens nach Joiner (2005) oder das Integrativ Motivational-Volitionale Modell suizidalen Verhaltens nach O’Connor (2011) bilden den theoretischen Rahmen für unsere Projekte. Ein weiterer Fokus der Arbeitsgruppe liegt auf der psychometrischen Prüfung und Validierung klinischer Fragebögen zur Erfassung von Suizidalität.

  
Aktuelle Forschungsthemen:
  • Ambulantes Assessment von Suizidgedanken
  • Validierung der Interpersonalen Theorie Suizidalen Verhaltens
  • Indirekte Erfassung von Suizidalität über implizite Assoziationen (IAT)
  • Risikofaktoren für Suizidgedanken und Acquired Capability for Suicide
  • Zeitliche Dynamik von Suizidgedanken

Forschungsprojekte 

 
Letzte Änderung: 17.08.2017, 13:06 Uhr | Redakteur: Barbara Brendel
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