Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
 Universitätsmedizin Leipzig

12. Leipziger Symposium „Rehabilitation laryngektomierter und kehlkopfteilresezierter Karzinompatienten“

Am 26.11.2014 fand in der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie das 12. Leipziger Symposium zur „Rehabilitation laryngektomierter und kehlkopfteilresezierter Karzinompatienten“ statt. Wie in den vergangenen Jahren trafen sich HNO-Ärzte, Vertreter der Selbsthilfe, Logopäden, Ergotherapeuten, Wissenschaftler und Psychologen sowie die Mitarbeiter der „Studiengruppe für Psychoonkologie in der HNO-Heilkunde“, um sich über aktuelle Studienergebnisse, deren Transfer in die praktische Arbeit sowie über zukünftige Projektideen auszutauschen. Das Symposium fand unter dem Motto „Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche.“ statt und wurde von Frau Prof. Dr. Anja Mehnert, kommissarische Leiterin der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie und Leiterin der Sektion für Psychosoziale Onkologie der Universität Leipzig, eröffnet. Die anschließenden Vorträge beinhalteten vor allem Ergebnisse zur Lebensqualität und psychischen Komorbidität nach Kehlkopfteilresektion. Zwei Studentinnen (Anika Münnemann, Anna Melzer) präsentierten ihre Doktor- bzw. Masterarbeit dem interdisziplinären Kollegium und stellten ihre Ergebnisse zur Diskussion. Prof. Dr. Sven Koscielny aus Jena (Chirurgie) und Prof. Dr. Thomas Kuhnt aus Leipzig (Strahlentherapie) stellten ihre Perspektiven auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Menschen nach Kehlkopfkrebs dar. Beide Ärzte wiesen auf verbesserte Entwicklungen in den einzelnen medizinischen Therapien hin, die weniger Nebenwirkungen aufweisen und den Patienten heutzutage eine höhere Lebensqualität ermöglichen. Frau Dr. Alexandra Meyer, psychologische Psychotherapeutin und Leiterin der Leipziger HNO-Studiengruppe, schilderte anschließend die psychischen und sozialen Folgen einer solchen Kehlkopfoperation an einem Fallbeispiel. Außerdem wurde konstruktiv über eine neue Projektidee zur Unterstützung der beruflichen Wiedereingliederung nach HNO-Tumorerkrankung diskutiert, die von Frau Dipl.-Psych. Judith Keszte ausführlich dargestellt wurde. Dipl.-Psych. Dirk Hofmeister präsentierte anschließend aktuelle Entwicklungen zur Überarbeitung des Kopf-Hals-Lebensqualitätsfragebogens aus der international tätigen EORTC-Arbeitsgruppe. Das Ende der Veranstaltung diente dazu, einen Ausblick auf künftige Projektideen zu geben und geplante Publikationsvorhaben zu besprechen.



 
Letzte Änderung: 06.01.2015, 09:13 Uhr | Redakteur: Barbara Brendel
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