Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
 Universitätsmedizin Leipzig

11. Leipziger Symposium: „Rehabilitation laryngektomierter und kehlkopfteilresezierter Karzinompatienten“

Am 06.12.2013 fand in der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie das 11. Leipziger Symposium zur „Rehabilitation laryngektomierter und kehlkopfteilresezierter Karzinompatienten“ statt. Wie in den vergangenen Jahren trafen sich HNO-Ärzte, Vertreter der Selbsthilfe, Logopäden, Ergotherapeuten, Wissenschaftler und Psychologen sowie die Mitarbeiter der „Studiengruppe für Psychoonkologie in der HNO-Heilkunde“, um sich über aktuelle Studienergebnisse, deren Transfer in die praktische Arbeit sowie über zukünftige Projektideen auszutauschen. Das Symposium fand unter dem Motto „Dem Körper nicht weniger, sondern der Seele mehr Aufmerksamkeit schenken“ statt. Die Vorträge, die von den Mitarbeitern der Studiengruppe präsentiert wurden, beinhalteten dementsprechend Ergebnisse zum Verlauf von Progredienzangst nach Kehlkopfteilresektion, zur psychischen Komorbidität bei laryngektomierten und kehlkopfteilresezierten Patienten sowie den Forschungsstand zur Effektivität psychotherapeutischer Behandlungen bei Kopf-Hals-Tumorpatienten. Außerdem wurden zwei Fallbeispiele in einem Vortrag von Dr. Sylvia Meuret (HNO-Ärztin am Universitätsklinikum Leipzig) präsentiert. Am Nachmittag fand eine Podiumsdiskussion statt, die von Dipl.-Psych. Dirk Hofmeister moderiert wurde. Die eingeladenen Gäste, z. B. Herr und Frau Schade vom Bundesverband für Kehlkopfoperierte e.V., wiesen unter anderem auf die psychosozialen Bedürfnisse der Patienten hin, aber auch auf Barrieren, existierende professionelle Angebote anzunehmen. Ebenso wurden strukturelle Mängel im Gesundheitssystem zur ganzheitlichen Behandlung von Tumorpatienten erörtert. Anschließend stellte Frau Dr. Susanne Singer ein Forschungsprojekt zur gestuften psychoonkologischen Behandlung von psychisch belasteten Tumorpatienten im Krankenhaus vor und präsentierte Zusammenhänge zwischen der Inanspruchnahme von Rehabilitationsmaßnahmen und dem psychischem Befinden von HNO-Tumorpatienten. Das Ende der Veranstaltung diente dazu, einen Ausblick auf künftige Projektideen zu geben und geplante Publikationsvorhaben zu besprechen.

 
Letzte Änderung: 04.02.2014, 11:09 Uhr | Redakteur: Barbara Brendel
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