Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Tagung „Ritual“

im Rahmen der Reihe: Kritische Theorie – Psychoanalytische Praxis

Vom 30.10. bis 01.11.2015 fand die Tagung „Ritual“ in der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig statt.

Rituale sind geronnene Wiederholungen. Zunächst einmal bieten sie Schutz und Sicherheit. Freud erkannte im frühkindlichen „Fort-Da"-Spiel die rituelle Repräsentation der abwesenden Mutter. Rituale zwängen aber auch ein. Eine durchritualisierte Welt ist eine unfreie Welt. Nicht von ungefähr galten Rituale lange Zeit als Inbegriffe des Konservativen, Starren, Förmlichen. Im Zeitalter der Deregulierung, der Hyperaktivität und des Aufmerksamkeitsdefizits wird ihre Halt gebende und strukturierende Seite wiederentdeckt. Mutieren Rituale zu Widerstandsnestern gegen die allgemeine Flüchtigkeit? Können sie als Angelpunkte des Innehaltens und Wegbahner unbeirrten Denkens eine neue kritische Potenz bekommen?
Die Tagung hatte die Reflexion der Rituale zum Ziel – durch eine kritische Theorie der Gesellschaft und die psychoanalytische Erfahrung.

Einen Flyer mit weiteren Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier (PDF 1,6 MB).

 
Letzte Änderung: 06.01.2016, 14:27 Uhr
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